Sondermüll

Wir alle verwenden in unseren Haushalten Produkte, die umweltgefährdende Stoffe enthalten. Nicht verbrauchte Reste werden häufig gedankenlos in den Mülleimer, in das Waschbecken oder in die Toilette gegeben. Durch dieses Verhalten entstehen erhebliche Belastungen für unsere Umwelt; Luft, Boden und Wasser sind gefährdet.

Jeder kann einen persönlichen Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten, wenn die problematischen Stoffe möglichst gemieden werden. Gibt es keine umweltfreundlichen Alternativen müssen die schädlichen Stoffe gesondert gesammelt und persönlich beim Handel oder am Schadstoffmobil abgegeben werden.

 

Helfen Sie mit:

  • Überlegen Sie vor dem Kauf eines Produktes genau, welche Auswirkung Gebrauch und Entsorgung auf die Umwelt haben.
  • Entgiften Sie Ihren Hausmüll.
  • Beteiligen Sie sich an den Schadstoffsammlungen.
  • Bereits beim Einkauf sollten Sie an die später zu entsorgenden Abfallstoffe denken.
  • Kaufen Sie Produkte, die Schadstoffe enthalten, immer nur in den Größen, die Sie wirklich brauchen. Zudem gibt es vielfach alternative Produkte, die vergleichsweise umweltfreundlicher sind.

 

In die Schadstoffsammlung gehören:

 

Aus dem Haushalt:

  • Energiesparlampen
  • Leuchtstoffröhren
  • Altmedikamente
  • Haushaltsbatterien
  • Chemikalien
  • Haushaltsreiniger
  • Kosmetikartikel
  • Lacke
  • Lösemittel

Von Ihrem Auto:

  • Altöl
  • Batterien
  • Bremsflüssigkeit
  • Farben
  • Kaltreiniger
  • Lacke
  • Ölfilter
  • Pflegemittel
  • Rostschutzmittel
  • verunreinigte Putzlappen

Aus dem Garten:

  • Holzschutzfarben
  • Lacke
  • Pflanzenschutzmittel
  • Schädlingsbekämpfungsmittel

Aus dem Hobbybereich:

  • Batterien
  • Beizmittel
  • Farben, auch in Spraydosen
  • Fotochemikalien
  • Holzschutzmittel
  • Klebstoffe, auch in Spraydosen
  • Lacke
  • Laugen
  • Säuren
  • Terpentin
  • Verdünner
  • Waschbenzin

STOP! Von der Annahme ausgeschlossen sind:

  • Dispersionsfarben (abgebunden in den Restmüll, flüssig zum Bringhof)
  • Reifen
  • Munition, Feuerwerkskörper und Kampfstoffe
  • Behälter mit gefassten Gasen (Gasflaschen, Feuerlöscher, Campingkocher)
  • radioaktive Abfälle (gehören zur Landessammelstelle Jülich: Tel.: 02461/4449)
  • Infektiöse Abfälle (Spezialentsorgung durch Fachunternehmen)
  • Desinfizierte Abfälle aus Arztpraxen (können mit in die Restmülltonne)
  • leere Behältnisse (z.B. leergestrichene Lackdosen: in die Gelbe Wertstofftonne)

Tipp:

Lösungsmittelfreie Wand- und Deckenfarben (Dispersionsfarben) gehören im ausgehärteten Zustand in die Restmülltonne, da sie nicht giftig sind! Leergestrichene Farbeimer und Farbdosen können Sie in die "Gelbe Wertstofftonne" geben. Ist die Farbe noch flüssig, können Sie diese vor der Entsorgung mit Gips-, Zementresten o.ä. abbinden. Geht dies nicht, können sie flüssige Dispersionsfarben auch an den Bringhöfen kostenpflichtig anliefern.

 

Eine gute Hilfe, problematische Stoffe zu erkennen, sind die Gefahrenhinweise oder die Gefahrensymbole, die Sie auf vielen Verpackungen finden:

 

Wichtige Hinweise zur Abgabe der Schadstoffe:

  • Gießen Sie keine Chemikalien zusammen!
  • Geben Sie die Abfälle möglichst gekennzeichnet und in geschlossenen Behältern, am besten in den Originalbehältern ab.
  • Aufkleber, Beipackzettel oder Erklärungen, aus denen die Art des Stoffes hervorgeht, sollten mitgebracht werden.
  • Geben Sie Ihre Abfälle immer persönlich bei den Müllwerkern am Schadstoffmobil ab.
  • Keinesfalls Schadstoffe an den Haltestellen abstellen. Sie gefährden sonst Kinder und die Umwelt.