Zweckverband für Abfallbeseitigung

3. April 2020

Warum die Bringhöfe vorerst geschlossen sind

Der Zweckverband für Abfallbeseitigung betreibt in Iserlohn, Letmathe, Menden und Werdohl Bringhöfe zur Annahme von Abfällen und Wertstoffen als zusätzliche flexible Entsorgungsmöglichkeit für die Bürgerinnen und Bürger. Diese Bringhöfe dienen als zusätzliche Möglichkeit, Abfälle zu entsorgen. Die orginäre Abfallbeseitigung über die Abholung sowie die Bereitstellung von Depotcontainern bleibt weiterhin erhalten und stellt sich wie folgt dar:

  • Graue Restmülltonne (14-tägliche Entsorgung)
  • Gelbe Wertstofftonne (14-tägliche Entsorgung)
  • Blaue Altpapiertonne (4-wöchentliche Entsorgung)
  • Depotcontainer für Altpapier (Entsorgung bei Bedarf)
  • Depotcontainer für Altglas (Entsorgung bei Bedarf)
  • Depotcontainer für Grünabfall (Entsorgung bei Bedarf)
  • Sperrmüllabfuhr (wöchentliche Abholung)
  • Elektrogroßgeräteabfuhr (14-tägliche Abholung).

Damit steht, soweit das für die Entsorgung notwendige Personal verfügbar ist, auch während der Coronavirus-Pandemie ein leistungsfähiges System zur Verfügung – auch ohne Bringhofnutzung.

Die Bringhöfe, an denen in Spitzenzeiten bis zu 1.000 Anlieferungen beziehungsweise Fahrzeuge pro Tag abgefertigt werden, wurden ab dem 16.03.2020 aufgrund des nicht kalkulierbaren Infektionsrisikos für die Bürgerinnen und Bürger und für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit den Coronavirus geschlossen. In der Regel sind die Fahrzeuge der anliefernden Kunden mit mindestens zwei Personen besetzt. Die wesentlichen Infektionsrisiken ergeben sich bei der Überprüfung der mitgebrachten Abfälle, bei den Zahlgeschäften (egal ob bar oder unbar), bei den Auslade- und Abladetätigkeiten in die vorgesehenen Abfallcontainer und bei Rückfragen zum Ablaufverfahren, zur Mithilfe etc. Da die Kontaktentfernungen bereits im Vorfeld der Schließungen der Bringhöfe im Verfahren nicht sichergestellt werden konnten, war die Schließung der Bringhöfe folgerichtig zunächst bis zum 18.04.2020 erforderlich.

Eine Öffnung der Bringhöfe, auch nur einzelner, mit entsprechenden Zugangsregularien würde lediglich die Konzentration auf die geöffneten Einrichtungen erhöhen und weitere Nebenwirkungen wie Verkehrsstaus auf den Zufahrtsstraßen, erhebliche Wartezeiten etc. verursachen. Das Infektionsrisiko bleibt jedoch gleich.

Für das weitere Vorgehen soll die Bewertung der Situation durch die Bundes- und Landesregierungen vor Ostern abgewartet werden. Wenn es erfreulicherweise zu einer Reduzierung der Infektionszahlen kommen sollte und dies zu einer Lockerung der Kontaktsperren führen würde, wäre die Beendigung der Schließung der Bringhöfe eine denkbare Alternative.